Triptych im Atelier für Medienkunst
Eine dokumentarische Videoinstallation
Eine Wüstenlandschaft. Wir bewegen uns vorwärts, mit gleichmäßigen Schritten, immer in die gleiche Richtung. Spuren führen ins Leere, kein Ziel ist in Sicht, keine Grenze. Keine Linie, die überquert werden kann. Die Grenze dehnt sich aus zur Fläche und wir bewegen uns in ihr gefangen.
Drei simultan aufgezeichnete Videobilder einer Wüstenlandschaft setzen sich zu einem Panorama zusammen. Die Perspektive entspricht annähernd dem menschlichen Blickfeld, wird aber durch Zwischenräume, Verschiebungen und Verzerrungen verfremdet. Blickfeld und Bewegung simulieren einen subjektiven Blick, die Geräusche – Wind, Atmen und Schritte – verstärken diesen Eindruck noch.
Neben den Geräuschen des Ortes hören wir die Stimmen von fünf verschiedenen Personen: Erzählungen von Menschen, die ihr Land verlassen haben, um über eine Grenze in ein anderes Land zu gelangen. Migranten aus Ländern südlich der Sahara, die eine lebensbedrohliche Reise auf sich genommen haben.
Triptych erinnert nicht nur äußerlich an ein Altarbild, auch die Art des Erzählens nimmt darauf Bezug: Mehrere, zeitlich nicht zusammenhängende Geschichten fnden statt, die Erzählung ist nur teilweise linear. Jedes einzelne Wüstenbild erzählt die Geschichten vieler Menschen.
Triptych ist eine Koproduktion von Magdalena Hutter und der Hochschule für Fernsehen und Film München, entstanden mit der Unterstützung des Sonderpreises für Medienkunst der Kirch-Stiftung.
29. Januar bis 7. Februar 2010
Atelier für Medienkunst
Bavariastr. 6a, 80336 München
Montag bis Freitag 14.00 - 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag 12.00 - 19.00 Uhr
Vernissage: Freitag, 29. Januar 2010, 18.00 Uhr
Finissage: Sonntag, 7. Februar 2010, 17.00 Uhr
U3/U6 Poccistraße, Bus 132 Aberlestraße
Kontakt:
Magdalena Hutter
mail@magdalenahutter.com
www.magdalenahutter.com

